Sollten Blog-Kommentare auf DoFollow stehen?
2005 führten etwa zeitgleich alle großen Suchmaschinen – Google, Yahoo und MSN – das Mikroformat nofollow innerhalb von Hyperlinks ein, um gegen Spam innerhalb von Blog-Kommentaren und Foren vorzugehen. Webmaster konnten mit Einsatz des nofollow-Attributs Suchmaschinen anweisen, einem Link nicht zu folgen. Dieser wirkt sich dann nicht auf das Ranking der verlinkten Seite aus. Es stellt sich allerdings die Frage, ob dieses Vorgehen berechtigt ist – schließlich liefern Kommentatoren in Blogs häufig wertvolle Beiträge, weshalb eine Entwertung ihrer Links unter diesem Aspekt nicht gerechtfertigt ist. Zudem gibt es beispielsweise für WordPress gut funktionierende Plugins wie “Askimet”, die Spam zuverlässig abwehren. Über diese beiden Argumente hat sich auch der Fragesteller Bratt im aktuellen Videobeitrag von Matt Cutts Gedanken gemacht, der sich fragt: Nehmen DoFollow-Kommentare eines Blogs negativen Einfluss auf SEO? Was passiert, wenn man in solchen Blogs kommentiert?
Matt Cutts antwortet, dass sich DoFollow-Kommentare erst dann negativ auf eine Seite auswirken, wenn Spammern freier Zugang gewährt wird. Moderiert man allerdings die Kommentare entsprechend, dürften keine Probleme auftreten. Links zu unseriösen Seiten, die als Seiten von Spammern bekannt sind, sollten demnach in den Kommentaren nicht vorhanden sein. Auf die zweite Frage, wie es sich mit dem Kommentieren in solchen Blogs verhält, verweist Cutts darauf, dass man selbst auf die Anzahl der ausgehenden Links auf diesen Seiten keinen Einfluss nehmen kann – ist man einer von hunderten, die kommentieren, verliert der Link an Wert. Allgemein könne man selbst nur wenig bis keinen Einfluss auf eingehende Links nehmen.
DoFollow-Links in Kommentaren sind heutzutage also kein Problem mehr, solange die Kommentare moderiert werden, Anti-Spam Plugins eingesetzt werden und keine zu große Anzahl von Kommentaren zu einem Artikel entsteht.
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